Das Conversation Lab ist eine kollaborative Musikplattform des Schweizer Jazzschlagzeugers Florian Arbenz, die internationale Musiker aus verschiedenen Genres und Generationen zusammenbringt, um spontane und intuitive Musik in analogen Räumen zu schaffen. Die Zusammenarbeit basiert auf konzentriertem Zuhören und kreativem Austausch, meist mit wechselnden, unkonventionellen Besetzungen.
In dieser brandneuen, internationalen Zusammenarbeit präsentiert Arbenz, ohnehin längst ein amtsbekannter kreativer Kollaborateur, nun gemeinsam mit dem portugiesischen Akkordeon-Star João Barradas, der US-Saxofonlegende Greg Osby und dem französischen Bassisten François Moutin das etwas ungewöhnlich besetzte Quartett Sonic Organism. Es vereint Musiker, deren rhythmisches Konzept, harmonische Vision und offenes Spiel einen sehr eindrucksvollen und unverwechselbaren Klang evozieren.
Herausragend dabei Greg Osby, der seit Mitte der 1980er-Jahre zu den prägendsten Altsaxofonisten des modernen Jazz zählt. Sein Stil verbindet komplexe, oft asymmetrische Melodielinien und anspruchsvolle harmonische Konzepte mit einer klaren, präzisen Tongebung und rhythmischer Flexibilität.
Technisch zeichnet er sich durch eine außergewöhnliche Kontrolle des Instruments, eine differenzierte Artikulation und einen improvisatorischen Ansatz aus, der Einflüsse des Bebop, des Avantgarde-Jazz und zeitgenössischer Kompositionsmethoden miteinander verbindet.
Die Fahrt geht wohl vom kraftvollen Swing und virtuosen Soli bis hin zu intimen Improvisationen und verwunschenen Klanglandschaften.
